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  • AutorenbildPetra von Alvensleben

Seit der Pandemie


Es ist November 2023. Und es ist viel passiert.

Wir haben gesehen, wie Wahrheiten unterdrückt, verdreht und diffamiert worden sind. Die satanische Umkehr fand statt in all ihrer Brillianz! Viele, die einfach nur ihre Meinung zum Ausdruck bringen wollten, wurden bestraft: Hausdurchsuchung, Verurteilung vor Gericht, Kontosperrung und Rufmord …oder fast noch schlimmer: Ignoranz.

Was mich zutiefst beschäftigt, ist nicht die Korruption, die Propaganda, sind nicht die bösen Machenschaften einer Elite. Was mich wirklich tief im Inneren bewegt, ist die Frage:

Warum machen so viele Menschen mit? Warum schweigen so Viele?

Wir erleben Kriege – und die Menschen hängen aus „Solidarität“ Flaggen aus dem Fenster.

Welche Flagge? Natürlich die, die politisch korrekt ist. Man will auf der sicheren Seite sein. Solidarisch will man sein. Auf jeden Fall. Man möchte sich „richtig“ fühlen. Darum geht es. Längst gibt es im TV keine Diskussionen mehr....keine kritischen Beiträge wie noch vor Jahren auf "Monitor" oder "Plusminus"!. Auch die Satiriker sind zum ekeligen Vasallen einer politischen Kaste geworden, die wie Marionetten ihrerseits wiederum jemandem hörig sind. Und alle machen mit.....das Spiel wird gespielt....

Es gibt Diskussions-Angebote. Sie werden ausgeschlagen. Wer Querdenker ist, ist rechtsradikal. So einfach ist das.


Natürlich will ich innerpsychische Prozesse verstehen. Das ist mein Job. Aber ich stoße an meine Grenzen. Das Buch aus der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts: „Psychologie der Massen“ beschreibt es ganz gut. Der Film „Die Welle“ beschreibt es ganz gut.

Und dennoch: ich verstehe es nicht. Freunde, Bekannte, Familie, Klienten, Nachbarn….einst schätze man sich, doch nun ist alles anders.


Die Spaltung geht nicht von mir aus. Ich signalisiere jeder Zeit Diskussionsbereitschaft. Doch von anderer Seite ist eine Mauer errichtet, die undurchdringlich scheint. Stets befand ich mich in der Position dessen, der beim Armdrücken anfangs versäumte, die gewinnbringende Stellung einzunehmen: ich strampelte mich ab mit Argumenten, brachte Quellen, ich habe viele Informationen zusammengetragen.

Die andere Seite sagte nur: „Nö! Glaube ich nicht. Du bist Verschwörer!“

Die andere Seite hatte keine Argumente. Keine Quellen. War nicht so gut informiert. Sie sage einfach nur: „Nö. Glaub `ich nicht! Du bist rechtsradikal!“ Fertig. Aber die andere Seite hatte die Regierung hinter sich. Vater Staat. Und sie fühlte sich so unglaublich im Recht. Es war einfach für die andere Seite. Sehr einfach. Es ist so billig.


Ich habe gelernt: gerate nie in die Position dessen, der Argumente bringt. Nimm immer die Position derer ein, die diese Argumente einfordern. DU musst der Fragende sein. Du musst sagen: „Hey, nenn mir doch mal bitte deine Quellen!“ Darauf musst du unbedingt achten. Ansonsten bist du von vornherein verloren. Du hast keine Chance mehr.


Ich habe heute für mich eine Entscheidung getroffen: mit jenen, die immer wieder Fragen stellen, diskutieren und Überlegungen anstellen – egal, ob sie mit den meinigen überein stimmen – will ich immer und jeder Zeit mich an einen Tisch setzen, will hinterfragen, will mich selbst kritisch reflektieren.

Mit jenen aber, die vorab urteilen, die – ohne dass sie differenzierte Informationen anbieten – mich pauschal einen Querdenker oder rechtsradikal oder einfach nur „blöd“ nennen, möchte ich fortan nichts mehr zu tun haben.

Die Spaltung überwinden wir nur, indem wir hinschauen und alles ungeschönt benennen. Dies geschieht nicht. Somit besteht die Spaltung weiter.

Vergebung? So wie es die Spirituellen einfordern? Nun, das steht mir nicht zu. Ich bin doch nicht Gott. Wer bin ich, dass ich vergeben könnte? ich würde mich über ihn erhöhen. Aber ich kann Frieden finden. Mit ihnen. Sehr gern. Wenn wir hinschauen, wäre dies möglich. Vorher geht es nicht. Es gibt keine Abkürzung. Dies ist ein Naturgesetz.


Ich habe mich entschieden, in was für einer Welt ich leben möchte. Diese Welt ist bunt. Sie ist ehrlich. Sie ist konfliktreich. In dieser Welt hören wir einander zu. In dieser Welt – aufgepasst!!! – weinen wir miteinander, denn diese Welt ist nicht perfekt. Es wird Schicksalsschläge geben. Wir werden sie gemeinsam benennen, betrauern und dann ziehen lassen. Wir werden optimistisch in die Zukunft schauen, denn wir sind es, die unser Schicksal gestalten…..wohl wissend, dass es eine größere Kraft gibt, die uns lenkt, und das bedeutet, dass wir manchmal gezwungen sind zu akzeptieren, dass wir nichts ausrichten können. Gerade dann geben wir uns aber Halt. Wir achten einander. Aber nicht wie in dieser Esotherik-Achsamkeits-Sekte. Wir achten uns, weil wir authentisch sind….herzlich unvollkommen.

Ich habe mich entschieden, in einer Welt zu leben, die ich selbst mitgestalte. Als erwachsener Mensch sehe ich mich in der Lage, mir eine eigene Meinung zu bilden. Ich brauche keine vorgefertigten mundgerechten Appetithappen.

Ich entscheide mich für eine Welt voller Potential. Eine Welt, in der Möglichkeiten wahrgenommen werden. Unser Potential ist längst nicht gelebt. Als Menschheit können wir so Vieles noch entwickeln. In der Wissenschaft gibt es Erkenntnisse, die der Markt verbietet, denn der Markt ist auf Profit ausgerichtet. Ausbeutung ist das Thema des Marktes.

Mutig gehe ich mit einigen anderen in eine andere Welt. Es wird nicht leicht. Ich mache mir da keine Illusionen. Doch es ist der einzige Weg. Alles andere macht für mich keinen Sinn mehr.

Ich möchte das Leben leben – nicht lebendig begraben sein.

Ich möchte gestalten – nicht, mich gestalten lassen.

Jeder entscheidet für sich. Ich habe mich seit langem schon entschieden.

Ich werde nicht aufhören, an das Unrecht zu erinnern. Auch das gehört zu meinem Lebensweg und auch zu meiner Arbeit, die ich hier tue: ich weiss, dass unverarbeitetes Unrecht und Traumata weiter wirken. Sie wirken auch auf nachfolgende Generationen. Wir sind es unseren Kindern schuldig, dass wir keine Altlasten hinterlassen. Wir dürfen nicht auf die Stimmen einer wahnsinnig gewordenen Elite hören. Es ist unsere Welt, unser Leben, und wir gestalten es.



Ich nehme diese Verantwortung an. Ich schaue nicht weg. Ich stelle mich der Herausforderung. In Liebe. Und in dem Wissen, dass es niemanden außer dem Göttlichen geben kann, der mir sagt, wie ich mein Leben zu leben habe. Alle, die wie ich voller Zuversicht in die Zukunft schauen, umarme ich jetzt schon. Wir müssen uns warm anziehen. Aber ich bin fest davon überzeugt, dass wir Wege finden werden. Ich gehe… mit meinem Mann Seite an Seite…..und vielen Freunden auch…ich lade dich ein…..





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